Neues vom Saalekilometer 88,5

… von Trotha in den Rest der Welt

Operation “Saisonbeginn” Teil 1

Hallo liebe Wassersportfreunde!

Es ist wieder einmal an der Zeit für ein Update, denn die Bootssaison steht wieder vor der Tür! Damit am 1. Mai Alles für Mitglieder und Besucher fertig ist, haben wir das Vereingelände auf Vordermann gebracht!Der Winter hat wieder einige Arbeiten am Steg notwendig gemacht.

Also schnell das Auto beladen und los geht’s!

Am Steg angekommen stellten wir erfreut fest, dass zahlreiche Mitglieder auch an diesem Sonntag für den Arbeitseinsatz Zeit hatten.

Werkzeuge und Material stehen bereit - es kann begonnen werden!

Zunächste hat eine Gruppe einen Steghalter repariert, der im Winter gebrochen war. Also zunächst einmal die Schadstelle rausschneiden …

… ein neues Stück Rohr einsetzen …

… und verschrauben - Prima!

Als Nächstes stand die Reparatur eines Stegteilstückes an, bei dem die Halterungen für die Schwimmkörper (Pontonfässer) kaputt waren. Sogar ein Fass ist auf Nimmerwiedersehen verschwunden. So kann das natürlich nicht bleiben!

Zunächst haben wir den Steg auf unsere Slipanalage geschleppt, um besser daran arbeiten zu können:

Geschafft (auch wenn mir ein Beinahe-Ausflug in die Saale nicht erspart blieb)! Auch das Material zur Uferbefestigung an der Slipanalage liegt schon bereit:

So sahen die alten Halterungen für die Pontonfässer aus. Ein Trauerspiel.

Wir haben also neue Halter aus Edelstahl gebaut und die Fässer ersetzt.

Das sieht doch schon viel besser aus! :)

Auch an anderen Teilstücken des Steges wurde gebaut. Hier haben wir alte, vergammelte Holzteile entfernt und auch Schwimmkörper neu befestigt:

Neue Holzauflagen haben wir sogleich angefertigt und mit Holzschutzfarbe gestrichen:

Schick!

Die alten Holzteile haben wir platzsparend zerlegt. Ich freue mich schon auf deren “Entsorgung” in Form eines gemütlichen Lagerfeuers!

Inzwischen präsentiert unser tüchtiger Arbeiter im Fach “Hafenbau” seine Fortschritte beim Befestigen des Ufers. Toll! Wir überlegen, dort ein Leuchtfeuer aufzustellen. ^^

Zum Schluss steht dann wieder das an, womit wir auch begonnen haben: Auto beladen!

Wir haben wirklich viel geschafft, aber es gibt auch noch eine Menge zu tun, bis die Boote ins Wasser können. Es geht bald weiter und ihr könnt euch wieder auf regelmäßige Berichte vom Saalekilometer 88,5 freuen - Seid gespannt!

Bis dahin grüßt euch vielmals euer
Maschinist 

Operation “Winterfest”

Ahoi liebe Freunde!

Zum Ende der Saison ist es einmal wieder an der Zeit, euch mit neuen und (hoffentlich) interessanten Storys vom Saalekilometer 88,5 zu erfreuen. Seit Freitag ist die “Proteus” wieder aus dem Wasser raus und liegt jetzt kuschelig in der Halle bei Norbert (Klick). Dort wird sie in den nächsten Wochen fit für den Winter gemacht und bei dieser Gelegenheit wird gleich der Motor noch einmal überholt. Hauptsächlich der Ölverlust an der Kurbelwelle soll nun endlich gestoppt werden.

Am Samstag hatten wir dann auch unseren letzten großen Arbeitseinsatz für dieses Jahr. Das Vereinsgelände muss natürlich auch winterfest gemacht und gegen die Flut im Frühjahr geschützt werden! Davon möchte ich euch heute berichten:

Willkommen auf dem Vereinsgelände des Wassersportvereins Trotha Saale 88,5 e.V.!

Als wir ankamen waren Andreas und Lutz schon fleißig und haben die Wasserpumpe angeworfen:

… deren Wirksamkeit Eric erstmal ausprobiert hat. ^^

Damit wird die Slipanalge wieder schön sauber!

Inzwischen hatten wir auch unser “Basislager” eingerichtet:

Dort haben wir bei einem gemeinsamen Planungskäffchen erst einmal die Aufgaben verteilt.

Während ein Teil unserer fleißigen Mannschaft Kies gefahren hat, war ich mit beim Team für den Stegrückbau. Ein Teil der Ausleger kommt nämlich über den Winter aus dem Wasser um sie vor Winter und Flut zu schützen und um Reparaturen daran vornehmen zu können. Hier die Bilder unserer fleißigen Bemühungen:

Ausleger #1 ist geschafft!

Ausleger #2 wird von Lutz und Horst von den Auflagebrettern befreit …

… und ist schließlich auch draußen.

Wie ihr sehen könnt, liegt an Ausleger #3 noch Andreas’ Boot. Das wird nun aus dem Wasser geholt. Dafür brauchen wir nur den Trailer …

… und unseren klapperigen aber treuen Vereinstraktor!

So war der Kahn in Null Komma Nix draußen.

Das gleiche gilt für Ausleger #3! Juhuu!

Darauf eine Hopfenkaltschale! ^^

Während nun ein Teil der Mannschaft weiter das Vereinsgelände auf Vordermann bringt …

… bauen wir den großen Alusteg ab, an dem sonst Lutz liegt:

Viele Hände, schnelles Ende. Der Alusteg ist verzurrt und Alles liegt jetzt als hübsch verschnürtes Paket in der Saale:

Das kann sich wirklich sehen lassen!

Während Lutz wieder die große Spritze anwirft …

… und den Steg von Unrat und Treibgut befreit …

… erledigt der Rest noch ein paar Kleinigkeiten auf dem Vereinsgelände. Wir sichern Stegbauteile …

… räumen Bauholz auf den Container in Sicherheit …

… und sichern loses Material, damit wir es nicht im Frühjahr aus dem Wehr fischen müssen.

Allerdings glaube ich nicht, dass der große Sack mit Kies davonschwimmt. ^^ Die letzten Boote werden das Gelände auch bald verlassen.

Nach so viel Arbeit haben wir uns alle ein reichhaltiges Mittagessen verdient! Mahlzeit!

In den nächsten Wochen und Monaten stehen natürlich noch mehr Einsätze auf dem Plan und die Boote müssen natürlich gepflegt und aufbereitet werden, denn die nächste Saison kommt bestimmt! Auch die “Proteus” wird in den Wintermonaten wieder großflächig umgebaut und erweitert! Ein Umbau des Schaltpultes steht genauso auf dem Plan wie die Motorüberholung und Ausbau für Landstrom. Ich werde ich natürlich über all’ diese Umbaumaßnahmen hier auf dem Laufenden halten!

Zum Schluss noch ein kleiner Vorgeschmack auf das Video zum Boat Trip 2011, mit dem ich mich zur Zeit beschäftige (andere Projekte hatten Vorrang). Das fertige Ergebnis bekommt ihr hier natürlich auch bald zu sehen!

So, das soll es für den Moment wieder einmal gewesen sein. Bis bald und immer ne handbreit Wasser unterm Kiel!

Euer Jens

Informationen & Unterschriftensammlung für die Saale

Hallo liebe Bootsfreunde!

Heute habe ich von dieser Website erfahren: Saalebündnis

Neben vielen lesenswerten Informationen rund um die Themen Restwasserstraße und Saaleausbau gibt es dort auch einen Gründungsaufruf zum unterschreiben. Hier unterschreiben: Klick.

Außerdem geht der Protest weiter!

Am 8.9.2011 ab 8:30 Uhr vor dem Landtag in Magdeburg! Boote auf Trailern können mitgebracht werden.
(Vielen Dank an Karina von der Schiffswerft Fischer für die Information!)

Liebe Grüße
Jens

Laternenfest 2011

Hallo liebe Bootsfreunde!

Dieses Wochenende war es endlich so weit: Laternenfest 2011, eines der großen maritimen Highlights auf der Saale! Natürlich wird für die “Landratten” auch unheimlich viel geboten.Großer Jahrmarkt, Mittelaltermarkt, Feuerwerk und jede Menge Livemusik begeisterten die Massen, doch wir haben uns das Spektakel lieber vom Wasser aus bei den beiden großen Bootskorsos angeschaut.

Dieses Volksfest wollten wir auch nutzen, um (wie in Alsleben generalstabsmäßig geplant und akribisch vorbereitet) auf die drohende Herabstufung der Saale zur Restwasserstraße aufmerksam zu machen. Bereits in den letzten Wochen haben wir schon viel vorbereitet - zum Beispiel Transparente gebastelt:

Legastastisch! ^^ Vielen Dank an dieser Stelle an Mutti, die uns mit Bastelmaterial, Laternen, Wimpelketten, Stoffen und Farben versorgt hat!

All’ dieses Material haben wir am Freitag Abend vorbereitet, so gut es bei 35°C eben geht. Am Samstag haben wir die ganzen Sachen verladen und zum Boot geschafft. Unsere treue Gummiente durfte natürlich nicht fehlen - diesmal im Bauarbeiter Look! Kater Richard hat beim Verladen gut mitgeholfen:

Wie ihr auf den folgenden Bildern erkennen könnt, hatten wir wettermäßig das genaue Gegenteil des Vortages zu bewältigen - 15°C und zum Teil heftiger Regen! Bereits nach einer halben Stunde waren wir durchnässt bis auf die Haut, was unsere Motivation etwas gebremst hat, doch es musste ja weitergehen! Die Ente, unser Spielzeuglaster und die Baustellenhütchen wurden unter THW Aufsicht gleich am Anfang “montiert”:

Kabelbinder und Bindfaden (diese Rolle wird einfach NIEMALS leer!) erwiesen sich als Allheilmittel und so waren die, Gott sei Dank regenfesten, Transparente und Wimpelketten auch schnell angebracht:

Derart geschmückt konnten wir uns durch die Schleuse endlich in Richtung Fest begeben. Dort angekommen fanden wir auch schon viele andere bekannte Gesichter und Boote vor, welche wir schon beim Protest in Alsleben und auf dem Bootsurlaub gesehen hatten - Super!

Wir waren die ganze Zeit auf mit den Vereinsfreunden Lutz, Ilona und deren Freundin unterwegs. Wir hatten das gleiche Thema zum schmücken und haben auch bei ihnen am Anleger festgemacht:

Gemeinsam haben wir uns auch unsere Startnummern geholt und waren auf auf dem eigentlichen Bootskorso stets zusammen unterwegs. Der Korso “Kunterbunt” begann um 15:00 Uhr, war allerdings wegen des Wetters eher spärlich besucht. Doch echte Seeleute kann das nicht erschrecken!

Auf gehts! :)

Hier der Sammelplatz für die Teilnehmer:

Glücklicherweise hörte der Regen auf und wir konnten unser besonderes Besatzungsmitglied auf Deck holen (dazu später mehr). Der Skipper prüft die Wetterverhältnisse:

Ilona und ihre Freundin zog es auch auf Deck:

Der Bootskorso verlief sehr gut und bald war mein Arm erschöpft vom vielen Winken:

Hier die Großboote, welche allerdings erst zum abendlichen Korso mit dabei waren, uns dafür aber umso mehr unterstützt haben!

Als wir wieder angelegt haben, hörte ich eine Lautsprecherdurchsage (ich stand als “Arbeiterdenkmal” vorn auf dem Bug), in der unsere Startnummer aufgerufen wurde. Wir hatten den 3. Platz beim Bootskorso belegt! Juhuu!

Wir kamen natürlich dem Aufruf sofort nach und holten uns unser Preisgeld in Höhe von 100€ ab und konnte so auch unsere Protestaktion ein wenig bekannter machen. Mit dabei war unser besonderes Besatzungsmitglied, welches schon zum Laternenfest 2009 mit an Bord war - unser Bordkänguruh (und Vereinsmaskottchen) Jack im gelben Helm:

Der arme Bordhund unserer Vereinsfreunde musste gleich als Reittier für Jack herhalten:

Danach wurde die Saale für andere Veranstaltungen wie das Fischerstechen und das Entenrennen (bei dem unsere Ente leider nicht teilnehmen durfte ^^) gesperrt.

Diese Zeit nutzten wir, um die Beleuchtung für den nächtlichen Bootskorso zu installieren:

Hier war es schon bedeutend voller!

Das Saalefloss von Radio JUMP sorgte lautstark für Unterhaltung …

… und sogar aus der Schweiz war ein Teilnehmer vertreten:

Während alle sehnsüchtig darauf warteten, dass es ednlich los geht …

… fuhren wir zwischen den Großbooten herum und einer unserer Sprüche erregte die Aufmerksamkeit eines DJs, der dort für Unterhaltung sorgte. Er konnte mit unserer Aktion nicht unbedingt etwas anfangen und bat uns per Lautsprecherdurchsage um Aufklärung. Allerdings gestaltete sich das selbst mit Megaphon schwierig, weshalb wir an Bord gehen wollten. Bevor es aber so weit kam, fand sich ein kundiger Bootsgast, der die feiernde Menge aufklären konnte, die davon sehr angetan war. Auch das Boot des Handwerks freute sich nicht nur über mich in Arbeitsklamotten sondern verkündete lautstark:

“Wir lassen uns die Saale von den Politikern nicht kaputtreden!”

Sehr richtig! Der Korso konnte wenig später beginnen und bot viele schöne Anblicke:

Nach einem grandiosen Feuerwerk fielen wir todmüde ins Bettchen. Frisch gestärkt konnten wir heute Morgen auch das Boot (bei wunderbarem Wetter!) wieder abschmücken:

Kabelbinder sind wirklich das Wunderheilmittel für alle Befestigungsprobleme ^^:

Unsere Transparente haben wir natürlich aufgehoben und mit unserem großen, roten Banner mit dem Vereinslogo konnten wir sogar gleich vor Ort noch etwas Sinnvolles anfangen. Nach einer kleinen Klettertour …

… weht das Banner jetzt auf dem Vereinsgelände im Wind:

Den bereits öfters erwähnten Verein stelle ich euch im nächsten Post einem in allen Details vor!

Alles in Allem war es ein ein tolles Fest und hoffentlich haben wir mit unserem Protest als Verein wieder ein Stückchen dazu beigetragen, die Herabstufung der Saale letztendlich zu Verhindern und vielleicht sogar den Einen oder Anderen zum Nachdenken bewegt.

An der Saale hängen so viele Menschen, Unternehmen und vor Allem Herzen - wir lassen uns solche politischen Quereelen nicht gefallen und werden weiterkämpfen! Sonst werden wohl auf dem Laternenfest 2015 nur noch Ruderboote und Gummienten zu bestaunen sein …

In diesem Sinne wünsche ich euch Allen …

… einen guten Abend und immer ‘ne handbreit Wasser unterm’ Kiel!

Protest in Alsleben

Hallo, liebe Mitleser!

Letztes Wochenende waren wir bei dem bereits erwähnten Protest gegen die Deklarierung der Saale als Restwasserstraße in Alsleben. Es waren fast 70 Boote mit dabei und die Reise hat viel Spaß gemacht. Hoffentlich haben wir etwas bewirkt.

Ab hier lasse ich Bilder sprechen. Die meisten Boote lagen direkt am Steg des Wassersportvereins Alsleben:

Aber lange lagen sie dort nicht! Kurz nach unserer Ankunft begann auch schon der Bootskorso und wir waren natürlich dabei! Und los gehts!

An der Brücken nahmen alle Boote noch einmal Aufstellung - ein toller Anblick!

Den Abend verbrachten wir auf Lutz’ tollem Boot, haben gegrillt (am Anleger der “Saalefee“, einem 40 Meter langem Passagierschiff! ^^) und ließen den Tag noch einmal Revue passieren. Wir haben auch Pläne zur Fortführung des Protests gemacht, denn wir, der WSV Trotha Saale 88,5 e.V. werden die Saale sicherlich nicht einfach aufgeben! Auf diesem Boot wurden die “Schlachtpläne” geschmiedet:

Die Rückreise verlief auch problemlos, auch wenn es in den Schleusen angenehm voll war:

Wir werden den Protest als Verein (den ich euch im nächsten Eintrag genauer vorstellen werde!) sicherlich weiterführen und das Laternenfest Ende August wird uns auch eine weitere Platform dafür zur Verfügung stellen. Selbstverständlich werdet ihr hier immer auf dem Laufenenden gehalten und über Alles informiert. Seid gespannt!

Bis dahin viele Grüße! Euer

Jens

Nachtrag:
Das MDR hat einen Fernsehbericht zu der Protestaktion gebracht: Klick

BOAT TRIP 2011 - EPILOG

Hallo, allerliebste Mitleser!

Dies wird der letzte Eintrag zum Boat Trip 2011 sein und es gab und gibt eine Masse zu erzählen! Ich verfasse diesen Eintrag von meinem bequemen Schreibtischstuhl aus, wir sind also wohlbehalten daheim angekommen. Gestern wollte ich auch noch einen Zwischenbericht hochladen, aber es war partout kein Empfang mit unserem Internetstick machbar! Also hier ein Mammutpost für euch:

Die Nacht von Donnerstag auf Freitag haben wir in Breitenhagen verbracht. Wir wollten uns die “Maria Gerda” anschauen und auch dort essen. Im “Blauen Band” (wer nicht weiß, was das ist, hat dringenden Nachholbedarf!) stand “ab 11Uhr täglich geöffnet”. Verschwiegen wurde, dass das Museums- und Restaurantboot um 17Uhr wieder schließt. Wir haben dort trotzdem die Nacht verbracht und viel über Breitenhagen gelernt:


1.) Man muss einen halben Kilometer laufen, um die Toilette und Dusche benutzen zu können.
2.) Die Dusche ist kaputt.
3.) Bis 1 Uhr nachts ist der Steg mit der ortsansässigen Dorfjugend bevölkert.
4.) Ab 7 Uhr morgens nimmt der Rentnerverein Breitenhagen diesen Platz ein.

Wir haben uns Pizza ans Boot bringen lassen (Danke an die 11880 und Kompliment an den Pizzaservice für das Abendessen) und haben wieder unter freiem Himmel übernachtet - genau unter dem Museumsboot! Hier die Beweisbilder…

Die “Maria Gerda” in all’ ihrer Pracht:

Und hier haben wir unser Lager aufgeschlagen:

Ich habe bei dieser Gelegenheit gleich die Luftpumpe zum Aufblasen der Luftbetten zerstört. Der Skipper hat so ein Teil bei mir gut.

Gestern haben wir auch eine Wahnsinnsstrecke zurückgelegt. Wir haben 50km Strecke stromaufwärts geschafft, was durchaus eine Leistung ist - Kompliment an den Skipper! Wir mussten in Bernburg zum Tanken ranfahren (1,62 Euro/Liter … Autsch!), haben es aber kurz vor der letzten Schleusung nach Alsleben geschafft. Dabei haben wir wieder viel gesehen.

Hier das wundervolle Schloss Bernburg:

Die Autobahnbrücke über die A14, die bis jetzt nur vom “Landweg” her kenne:

Wir haben auch viele tolle Boote betrachten dürfen. Hier zum Beispiel ein ehemaliges Rettungsboot, das Platz für 150 Personen bieten kann:

Auf die erfolgreiche Etappe haben wir auch angestoßen:

Wir haben die Strecke bis Alsleben gut hinter uns gebracht und an dieser Stelle ein kurzer Aufruf an alle Bootsfreunde, die diesen Blog verfolgen:

Die Bundesregierung plant, die Saale in Zukunft nur noch als so genannte Restwasserstraße zu nutzen. Das heißt für uns Wassersportler, dass die Schleusen alle dicht gemacht werden und es nicht mehr möglich sein wird, die Saale per Motorboot zu befahren! Am 6. August findet in Alsleben ein großer Protest gegen diese Maßnahme statt und ich fordere alle Bootseigner und Wassersportler der Saale auf, sich daran zu beteiligen! Mehr Details hier: Link

Aber nun einige Impressionen dieser Etappe. Wir haben es 15 Minuten vor der letzten Schleusung nach Alsleben geshafft. Hanni fand das toll:

Das ist die Brücke nach der Schleuse Alsleben:

An diesem Anleger haben wir festgemacht:

Es war ein toller Anleger mit Einkaufs- und Verpflegungsmöglichkeiten. Außerdem sind die Mitglieder des Wassersportvereins sehr freundlich und wir durften sogar am Steg des Hafenmeisters (zur Zeit auf der Havel unterwegs) festmachen:

Diese Anlegemöglichkeit war wirklich super! Hier für alle Interessierten weitere Informationen: Link.

Wir haben gleich einmal kontrolliert, ob unser Antrieb auch schadfrei geblieben ist, denn wir sind mehrmals auf Grund gelaufen (meine Güte!) und haben diverse Baumstämme mitgenommen, die sich unter der Wasseroberfläche verborgen hatten. Bis auf eine kleine Kerbe in der Schraube ging aber alles gut.

Die letzten 30km bis zu unserem Heimathafen Trotha haben wir auch problemlos hinter uns gebracht. “Sie haben ihr Ziel erreicht!”

Dann kam noch eine große Aufgabe auf uns zu: AUSLADEN! Eine unheimliche Masse an Dingen musste wieder vom Boot runter, aber zusammen haben wir auch diese Herausforderung perfekt gemeistert. Viele Hände - schnelles Ende! Die Kajüte sieht wieder ordentlich aus:

Die alte Dame liegt jetzt wieder schön kuschelig in ihrem Heimatsteg:

Wir haben das Gepäck und unsere Ausrüstung auch gut von Bord bekommen (Ford Mondeo Kombi - VOLL über alle Sitze!).Wir waren uns nur unsicher, ob wir die ganzen Sachen auch in die entsprechenden Autos bekommen würden. Der Skipper zweifelt …

… und der Bordarzt guckt auch skeptisch:

Tja, wir sind also gesund und wohlbehalten angekommen und haben uns wollige Seemannsbärte wachsen lassen. An dieser Stelle möchte ich allerdings noch ein paar Danksagungen aussprechen:

VIELEN DANK AN:

- unsere Bootsfreunde aller Orten, die uns mit technischen Problemen geholfen haben! Ohne euch wäre der Trip nicht möglich gewesen!
- alle Hafenmeister, Wirte und Marinainhaber, die uns so gemütlich untergebracht haben.
- last, but noch least an EUCH! Danke für das viele Lob für den Blog und die Ermutigung, sich im Urlaub jeden Tag 2 oder 3 Stunden hinzusetzen und diese Berichte zu schreiben!

Es wird auch weiterhin hier so weitergehen, denn wir haben schon die nächsten Trips (Laternenfest Halle!) und eine Menge Umbauten im Kopf. Seid gespannt! Es wird weitergehen!

Viele Grüße, viel Glück und immer ‘ne handbreit Wasser unterm Kiel!

Euer Jens

BOAT TRIP 2011 - TAG 12

Wir, die mutigen Piraten grüßen euch! ;)

Unsere Nacht an der Magdeburger Zollelbe verlief sehr gut und erholsam. Wegen des guten Wetters (und unserer Bequemlichkeit) haben wir gar nicht erst das Zelt aufgebaut, sondern unter freiem Himmel übernachtet. Hier die Beweisfotos:

Bei Dunkelheit …

… und am nächsten Morgen:

Nach Morgenhygiene und Wegräumen des Nachtlagers stand ein kleiner Trip in die Stadt an, um Treibstoff zu bunkern. Stromaufwärts fahren macht sich vor Allem an der Tankanzeige bemerkbar. Hier könnt ihr unser Sprittaxi sehen:

Und das hier ist der Butler des Sprittaxis: ^^

Wir kamen trotz der heftigen Gegenströmung sehr gut vorwärts, überwanden die Stromsttrecke in Magdeburg, aßen Würstchen und durchquerten auch Schönebeck. Dabei sahen wir die örtliche Flussschifffahrt …

… und auch die “Salzblume”, eine Skulptur des dänischen Künstlers Anders Nyborg:

Wir haben soeben Barby und die Einfahrt zur Saale passiert, fahren allerdings noch 3km auf der Elbe weiter stromaufwärts. Wir steuern Breitenhagen mit seinem bekannten Restaurant- und Museumsschiff “Marie Gerda” (Link) an.

Über das Schiff und unsere weiteren Abendteuer in Breitenhagen berichte ich euch natürlich morgen wieder ausführlich.

Bis dahin viele Grüße von euern Lieblingspiraten!

BOAT TRIP 2011 - TAG 11

Ahoi liebe Landratten! :)

Wir sind gestern noch heil und unbeschadet in Burg angekommen und wurden auch vom Hafenmeister wiedererkannt. Wir haben dieses Mal sogar einen Premium Liegeplatz gleich am Steg (und den Toiletten) bekommen.

Wir waren noch keine halbe Stunde dort, da konnten wir auch schon unsere Gäste aus dem hohen Norden begrüßen - Felix und Melanie waren da!

Nachdem wir die Gelegenheit genutzt haben und mit oben gezeigtem BMW Sprit und Proviant geholt haben (Anmerkung: Burg ist eine einzige Baustelle und Rewe ist jetzt Schlecker!), stellten wir gemeinsam unsere Zelte auf:

Zwischendurch mussten wir einmal kurz pausieren und der “Victor Hugo” zuwinken, die vorbeigefahren kam (ein 82 Meter langes Passagierschiff):

Nachdem die Arbeit erledigt war, verköstigte uns der Hafenmeister mit einer Buffetplatte für 6 Personen inklusive Bratkartoffeln, Pommes und Vorsuppe - Prima! Das Abendbrot wurde dann unfreiwillig zum Candle-Light-Dinner, weil der Strom für eine halbe Stunde weg war.

Nach dem Essen saßen wir noch zusammen vor den Zelten und haben uns noch einen schönen Abend gemacht:

Wir hatten sogar Feuerwerk: ^^

Am nächsten Morgen wurden wir von traumhaftem Sonnenschein geweckt, der sich im Übrigen den ganzen Tag über gehalten hat. Wir laufen nur ohne Shirt und Schuhe auf dem Boot umher, weil es so schön warm ist. Da geht auch das Zelt abbauen ganz leicht von der Hand:

Nachdem wieder Alles verstaut war, war auch noch Zeit für ein tolles Gruppenbild am Boot:

Wir sind dann wieder getrennter Wege gegangen und wir haben die Elbe erreicht. Wir wurden prompt auf die erwarteten 5km/h ‘runtergebremst und tuckern nun mit dieser Geschwindigkeit flussaufwärts.

Weil mich der Skipper kielholt, wenn ich das hier nicht veröffentliche, an dieser Stelle eine kleine Geschichte aus der Schleuse Niegripp (diesmal war sie zu). Die Schleusentore auf unserer Seite waren noch geschlossen und wir haben am Warteplatz festgemacht. Als wir darauf warteten, dass die Tore sich öffneten, wurden wir per Lautsprecher ausgerufen:

“Das Sportboot am Warteplatz soll sich bitte über Wechselsprechanlage melden!”

Ich war grade von Bord und machte mich flotten Schrittes auf dem Weg zur (vermeintlichen) Wechselsprechanlage - einem Kasten unter einem kleinen Vordach. Ich wurde je durch eine weitere Durchsage gebremst:

“Die Wechselsprechanlage liegt genau an eurem Boot!”

Jetzt erst fiel mit die bekannte Säule am Boot auf und die Anderen amüsierten sich köstlich darüber, dass ich mit einem Stromkasten erzählen wollte. ^^

Wir waren die ganze Zeit über gut gelaunt und genossen das tolle Wetter. Allerdings kann das recht schläfrig machen:

Wir haben vorhin Magdeburg erreicht und liegen nun in der Zollelbe vor Anker:

Allerdings waren wir uns nicht ganz sicher, ob wir mit unserer Yacht hier überhaupt anlegen dürfen: ^^

Das soll es jetzt auch wieder für heute gewesen sein. Wir machen uns jetzt erstmal noch eine Kleinigkeit zu essen und dann einen ruhigen Abend an der Zollelbe.

Ganz liebe Grüße und bis morgen!

BOAT TRIP 2011 - TAG 10

Ahoi und viele Grüße von euren tapferen Seemännern!

Während ihr diese Zeilen lest befinden wir uns wahrscheinlich schon in Burg und haben schon den größten Teil des Elbe-Havel-Kanals geschafft. So weit, so gut!

Gestern konnten wir endlich unser fehlendes Besatzungsmitglied auf dem Boot begrüßen - unseren Bordarzt Felix:

Zur Feier des Tages waren wir gestern gleich nochmal beim Griechen. Es war wieder klasse! Zum Glück ist der Geruchsblog noch nicht erfunden. ^^

Ein fürstliches Mahl …

… inklusive Blechschwan:

Nach einer recht kurzen Nacht haben wir heute morgen fröhlich und motiviert das Zelt abgebaut und verstaut:

Am Ende war nur noch der ursprüngliche, unberührte Dreck-/Rasenplatz übrig:

Die Fahrt den EHK hinunter war wieder wenig ereignisreich, aber das Schleusen hat wieder viel Freude gemacht! Diesmal hatten wir keine großen Lastkähne mit dabei sondern noch einige andere Sportboote.

Hier liegen wir in Warteposition an der Spundmauer:

Einige Andere hatten die gleiche Idee:

Nach der gewohnten Freigabe durch eine Lautsprecherdurchsage ging’s geschlossen Richtung Schleuse:

Und rauf mit der ganzen Bande:

Nachdem das überstanden war, haben wir erst einmal eine kleine Stärkung zu uns genommen.

So, gleich sind wir in Burg und ich muss meinen Pflichten hier an Bord nachkommen. Außerdem steht heute noch der Besuch von Leichmatrose Fechner aus Kiel samt Freundin ins Haus.

Bis morgen und liebe Grüße aus Burg!

BOAT TRIP 2011 - wichtiges, philosophisches Update

Hallo, liebe Mitleser!

Wusstet ihr, dass in der Bibel 275 mal das Wort “Fuß” vorkommt, aber nicht ein einziges mal das Wort “Ellenbogen”?

Denkt mal drüber nach! ;)

Unser Sponsor:
Ölzeug, Segelbekleidung & Zubehör


Erstellen Sie Ihr eigenes Blog